Neue Prüfungsordnung OdAKT tritt in Kraft – Was bedeutet das für Polarity Therapeuten?
Seit dem 29. Januar 2026 ist die revidierte Prüfungsordnung der Höheren Fachprüfung (HFP) KomplementärTherapie in Kraft. Die erste Prüfung nach der neuen Ordnung wird im Oktober 2026 durchgeführt.
Für Polarity Therapeut, die das Branchenzertifikat oder das eidgenössische Diplom anstreben, lohnt es sich, die wichtigsten Änderungen zu kennen.
Warum wurde die Prüfungsordnung überarbeitet?
Die OdA KT hat die Prüfungsordnung gemeinsam mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) aktualisiert. Ziel ist es, die Prüfung noch stärker an den beruflichen Kompetenzen von KomplementärTherapeutauszurichten und den Weg zum eidgenössischen Diplom zeitgemäss zu gestalten.
Die wichtigsten Änderungen
Das Berufsbild wird direkt in die Prüfungsordnung integriert
Neu bildet das Berufsbild KomplementärTherapie die zentrale Grundlage der Höheren Fachprüfung. Dadurch wird noch deutlicher sichtbar, welche Kompetenzen von diplomierten KomplementärTherapeut erwartet werden.
Anpassung des dritten Prüfungsteils
Der bisherige dritte Prüfungsteil wurde überarbeitet. Künftig stehen die konkreten beruflichen Handlungskompetenzen und die praktische Umsetzung des Berufsbildes noch stärker im Mittelpunkt.
Neue Regelungen zur supervidierten Berufspraxis
Die Anforderungen an die supervidierte Berufspraxis wurden präzisiert und vereinheitlicht. Für die Zulassung zur Höheren Fachprüfung sind weiterhin dokumentierte Praxiserfahrung und Supervision erforderlich.
Freie Wahl der Supervisorin oder des Supervisors
Neu können Kandidatinnen und Kandidaten ihre Supervisor selbst wählen, sofern diese die Anforderungen der OdA KT erfüllen. Dies schafft mehr Flexibilität bei der Vorbereitung auf die Höhere Fachprüfung.
Mehr Transparenz bei der Beurteilung
Die neuen Beurteilungsraster machen die Bewertung der einzelnen Prüfungsteile nachvollziehbarer und transparenter. Dadurch wird deutlicher, welche Kompetenzen geprüft werden und worauf Kandidatinnen und Kandidaten ihren Fokus legen sollten.
Was bedeutet das für Polarity Therapeut?
Der grundsätzliche Weg bleibt unverändert:
Polarity Ausbildung → Branchenzertifikat OdA KT → Berufspraxis → Höhere Fachprüfung → Eidgenössisches Diplom KomplementärTherapeut
Die neue Prüfungsordnung unterstreicht einmal mehr die Bedeutung einer fundierten Ausbildung, kontinuierlichen Weiterbildung, Supervision und professionellen therapeutischen Haltung.
Viele der geforderten Kompetenzen – Präsenz, Prozessbegleitung, Ressourcenorientierung, Körperwahrnehmung und die Begleitung von Entwicklungsprozessen – entsprechen den zentralen Werten der Polarity Therapie.
Warum lohnt sich das eidgenössische Diplom?
Das eidgenössische Diplom stärkt die Anerkennung der KomplementärTherapie im Gesundheitswesen und erhöht die Sichtbarkeit unseres Berufsstandes gegenüber Behörden, Versicherern und der Öffentlichkeit.
Als Polarity Verband Schweiz möchten wir unsere Mitglieder ermutigen, diesen Weg zu gehen. Jede Therapeutin und jeder Therapeut mit Branchenzertifikat oder eidgenössischem Diplom trägt dazu bei, die Qualität, Glaubwürdigkeit und Zukunft der Polarity Therapie in der Schweiz weiter zu stärken.
Gut zu wissen:
Wer sich auf die Höhere Fachprüfung vorbereitet, kann vom Bund finanziell unterstützt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen werden bis zu 50 % der anrechenbaren Ausbildungskosten beziehungsweise maximal CHF 10’500.– zurückerstattet. Dies macht den Weg zum eidgenössischen Diplom deutlich attraktiver.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zur Höheren Fachprüfung, den Zulassungsbedingungen und den aktuellen Reglementen findest Du auf der Website der OdA KT:
Informationen zur Höheren Fachprüfung:
https://www.oda-kt.ch/hoehere-fachpruefung
Dokumente und Reglemente:





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